Was
tun, bei...?
Insektenstiche
Insekten
(Bienen, Wespen, Hornissen) lösen durch ihre Stiche
und Gifte lokale Entzündungsreaktionen des Körpers
aus, die den ganzen Körper betreffen können.
Insektenstiche sind sehr schmerzhaft und können unter
Umständen eine Lebensgefahr für das Tier darstellen.
Sticht
das Insekt den Hund im Maul oder Rachenraum (Tier versucht
Insekten zu fangen und verschluckt diese), kann es zu
Schwellungen kommen, die die Atmung erschweren. Auch bei
Tieren kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen.
Anzeichen
* Das Tier wird unruhig und beleckt sofort die Wunde.
* Die Stichstelle erkennen Sie daran, dass das Tier sehr
schmerzhaft reagiert, wenn Sie diesen Bereich betasten.
* Die Haut bzw. Schleimhaut um die Einstichstelle ist
gerötet und meist geschwollen.
Erste
Hilfe – Maßnahmen
* Entfernen Sie, wenn möglich den Stachel mit einer
Pinzette.
* Kühlen Sie die verletzte Stelle mit einem Eisbeutel
oder Kühlakku (nicht direkt – Erfrierungsgefahr)
Eventuell
Tierarztbesuch

Unterkühlung
Ein
gesunder Organismus gleicht im allgemeinen starken Wärmeentzug
durch Steigerung seines Stoffwechsels aus.
Unter
Unterkühlung versteht man das Auskühlen des
gesamten Körpers durch niedrige Außentemperaturen,
nasse Körperoberfläche und hohe Windgeschwindigkeiten
(kein Futter und Unterschlupf z.B. bei Tieren, die Hals
über Kopf nach Unfällen weglaufen), Kreislaufversagen
(Schock, Bewußtlosigkeit) und durch Aufnahme von
kalten Wasser, (unter 5°C).
Der
Körper ist nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur
selbst zu regulieren.
Bei
niedrigen Außentemperaturen pumpt der Organismus
weniger Blut in die oberflächlichen Gefäße,
um ein Abkühlen des Blutes zu verhindern. Das Gewebe
wird dadurch weniger stark durchblutet und es kommt zu
einem lokalen Sauerstoffmangel. Es sind besonders die
Akren (Nase, Ohren, Extremitäten, männliche
Geschlechtsorgane, Schwanzspitze), aber auch Schleimhäute
des Magen- Darmtraktes betroffen.
Die
Körperfunktionen verlangsamen sich, es tritt ein
allgemeiner Sauerstoffmangel im Organismus ein, was in
seltenen Fällen zum Tod des Tieres führen kann.
Erste
Hilfe – Maßnahmen
* Bringen Sie das Tier an eine warmen Ort.
* Wickeln Sie das Tier in eine Decke.
* Legen Sie eine Wärmflasche mit unter die Decke
(nicht direkt auf das Tier – Verbrennungsgefahr).
* Messen sie die Temperatur rektal.
* Überprüfen Sie, ob das Tier frei atmen kann.
* Bieten Sie dem Tier angewärmtes Wasser an (keine
Flüssigkeit bewußtlosen Tieren einflößen).
* Tierarztbesuch
Erwärmen
Sie ein stark unterkühltes Tier nicht zu schnell
bzw. setzten Sie es nicht zu starker Hitze aus (Heizkissen)
da sonst durch plötzliches Erwärmen der oberflächlichen
Blutgefäße die Durchblutung lebenswichtiger
innerer Organe beeinträchtigt wird!
Hitzschlag
Hunde
und Katzen sind sehr hitzeempfindliche Tiere, die ihre
überschüssige Wärme nicht wie der Mensch
durch Schweißdrüsen der Haut (nur an den Pfoten
und an dem Nasenspiegel) abgeben können. Hunde können
ihre Körperwärme durch Hecheln regulieren, dabei
wird das Maul geöffnet und die Zunge herausgehangen.
Die Atemfrequenz kann dabei um ein vielfaches (bis 400
Atemzüge pro min) gesteigert werden. Das Tier atmet
flacher, meist durch die Nase ein und durch das Maul aus.
Die Wasserverdunstung kann Werte bis zu 200 ml pro Stunde
erreichen.
Kann
das Tier nicht ausreichend seinen Wärmehaushalt durch
Schwitzen und Hecheln regulieren, sucht es kalte Flächen
auf, befeuchtet das Fell durch Belecken oder geht ins
Wasser (Verdunstungskälte).
Hat
der Hund dazu keine Möglichkeit, steigt die Körpertemperatur
(Hyperthermie) sehr rasch an. Das Tier wird unruhig, läßt
die Zunge, bei gestreckten Hals, weit heraushängen.
Gelegentlich ist zu beobachten, daß das Tier nervös
nach Frischluft und nach kühlen Flächen sucht.
Schon
ab 40°C treten Kreislaufbeschwerden auf. Das Tier
pumpt Blut von dem Körperinneren in die äußeren
Körperteile, um es schneller abzukühlen. Bei
sehr hohen Temperaturen hat dies zur Folge, dass lebenswichtige
Organe weniger stark durchblutet werde, was in schlimmen
Fällen zu einem Schockgeschehen führen kann.
Steigt
die Körpertemperatur über 43°C: Lebensgefahr
für das Tier!!!
Ursachen
Die
häufigste Ursache für einen Hitzschlag ist ein
verriegeltes, in der prallen Sonne geparktes Auto.
Muß
der Hund im Auto bleiben !?
* Bedenken Sie, daß die Erde sich um die Sonne dreht.
* Auto immer im Schatten abstellen
* Fenster/ Schiebedach öffnen (nicht nur einen Spalt)
* Wasser anbieten
* Auto und Hund kontrollieren
Erste
Hilfe – Maßnahmen
* Das Tier an einen kühlen und gut belüfteten
Ort bringen (keine Zugluft)
* Das Tier mit Wasser besprühen (Gartenschlauch),
an den Beinen anfangen, dann Bauch, Brust und zuletzt
den Kopf, damit die Verdunstungskälte die Körpertemperatur
sinken läßt.
* Sie können das Tier auch durch feuchte Tücher
oder einen Eisbeutel (keinen direkten Kontakt –
Erfrierungsgefahr) auf den Kopf bzw. in den Nacken legen
* Wasser anbiete, sofern das Tier nicht bewußtlos
ist
* Tierarztbesuch – Hitzschlag ist ein Notfall

Sonnenstich
Abzugrenzen
ist der Hitzschlag von dem Sonnenstich. Der Sonnenstich
entsteht bei intensiver Sonnenbestrahlung von Schädel
und Nacken. Dabei kommt es zu einer Wärmestauung
im Bereich des Gehirns, wodurch die Blutzirkulation der
inneren Organe, besonders des Gehirns beeinträchtigt
wird. (Hirnblutungen)
Erste
– Hilfe- Maßnahmen
* wie bei Hitzschlag