Der Garten im Herbst

Der Sommer bäumt sich noch einmal auf und zeigt zum Herbstanfang seine schöne Seite. Trotzdem ist zu spüren, dass die neue Jahrszeit begonnen hat und der Garten im Herbst angekommen ist. Die Tage werden kürzer und abends ist es schon recht frisch draußen. Tagsüber belohnen uns die Herbstblumen mit ihrer farbigen Pracht, vielfältig wie ein Farbkasten. Er ist also wie der Frühling eine sehr schöne Gartenzeit.

Die Eichen in den Gärten hängen voller Eicheln, die von den Eichelhähern geerntet werden oder auf die Wiese fallen. Diese können in Leinenbeuteln gesammelt und zur nächsten Sammelstation zum Förster gebracht werden, der sie im Winter zur Wildfütterung nutzt.

Obwohl die Bäume bisher nur wenige Blätter verlieren, müssen sie regelmäßig zusammengerecht werden, damit der Rasen weiterhin gut atmen kann und nicht vermoost. Bekommt er nicht genug Luft, zeigen sich im Frühjahr hässliche braune Stellen, die dann aufwendig beseitigt werden müssen. Das Laub kann dann an das Ende des Grundstücks oder an die Seite verbracht werden, wo sich Igel und andere Tiere ein Winterdomizil bauen können. Obwohl der Garten im Herbst Arbeit macht, sollte auf einen Laubsauger verzichtet werden, er erzeugt störenden Lärm und nimmt kleine Lebewesen mit auf, die zum Kreislauf der Natur gehören. Laub fegen sollte als sportlicher Einsatz betrachtet werden.

Jetzt flattern die Prospekte mit den Angeboten für Blumenzwiebeln ins Haus, denn die Frühjahrsboten müssen in die Erde. Vor allem Tulpen- und Narzissenzwiebeln sorgen dann für die erste Blütenpracht nach dem Winter. Der Garten im Herbst ist die richtige Zeit für die Neubepflanzung mit Sträuchern. Stauden können auch durch Teilen des Wurzelballens vermehrt werden. Während die einen Zwiebeln ausgebracht werden, gehören die anderen bald in das Winterquartier. Bevor die ersten Nachtfröste einsetzten müssen Gladiolen, Dahlien, Canna und Begonien ausgebuddelt werden.

Wer einen Teich besitzt, sollte ihn regelmäßig vom Laub und abgestorbenen Gräsern befreien, sonst vermockt er und falls sich Fische darin befinden, würden diese nicht mehr genug Sauerstoff bekommen und schlimmstenfalls eingehen.

Motorengeräusche am Wochenende zeugen davon, dass der Pflanzenschnitt angesagt ist. Ob grob oder mit Fingerspitzengefühl hängt von dem jeweiligen Gewächs ab. Hochwachsende Koniferen erhalten einen leichten Formschnitt, das heißt, nur die dünnen Triebe am oberen Ende werden abgeschnitten, damit die Pflanze nicht zuviel Saft verliert. Hecken vertragen einen Grobschnitt. Grundsätzlich sollte nur eine scharfe Schere benutzt werden, damit die Zweige nicht abgequetscht werden. Hier würde sich sonst eine Angriffsfläche für Schädlinge bilden, die es zu vermeiden gilt.

Der Garten im Herbst ist eine Herausforderung an alle Besitzer. Wer Fragen hat, kann sich im Gartencenter oder auf Internetportalen Rat holen.